Montag, Juli 14, 2008

"Biste endlich in Berlin anjekommen, wa?!"

Sprach sie. Die "Mutter" meiner Ex-Compagnie auf die ich gestern nach langer Zeit mal wieder zufällig getroffen bin. Man arbeitet nun mal in der gleichen Branche. Früher oder später läuft man sich halt immer wieder irgendwo über den Weg. G. ist toll. Herzt und drückt dich, mütterlich, wie sie nun mal ist, und hat mir durch ihre extreme Ruhe und Gelassenheit in hochbrisanten Lampenfieberattacken schon durch so manche Live-Sendung geholfen - aber: so ziemlich alles was verbal aus G. herauskommt ist nahezu immer kaltschnäuzig, frech und knapp. Jedoch nie ohne Herz. So sind sie, die Berliner. Ich komme mit dieser Mentalität ja wunderbar zu recht. Es liegt mir, trotz meiner rheinländischen Wurzeln, der holländischen Gene und Erfahrungen, des frühen amerikanischen Einflusses, und der hessischen Lehrjahre. Kurze, schnell auf den Punkt gebrachte Aussagen, die mir in Köln im schlimmsten Fall als arrogantes Verhalten unterstellt werden, weil der Kölner an sich nun mal gern für gemeinhin einfach der Rederei wegen redet, ohne einen Punkt auf den er oder sie hinaus will auch nur grob im Blickwinkel zu haben, sind hier in Berlin ein ganz gewöhnliches fern ab von verwerfliches einzuordnendes Kommunikationstool. Ich fühle mich hier aus Höflichkeitsgründen nicht zum, zu in den meisten Fällen zu wirklich gar nichts führenden, Smalltalks geknebelt. Das tut gut.

Anjekommen? Ick glob och!

:D

4 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

was, der kölner ist so? soll so sein? niemals! *lol

darum bin ich in Hamburg! hier sagt man auch auf den punkt worum es geht. nur manchmal ein kleines bisschen freundlicher als der Berliner. aber nicht viel ;-)

Dienstag, Juli 15, 2008  
Blogger a.k.a. Applebum meinte...

Ich empfinde den Berliner ja tatsächlich überhaupt gar nicht als unfreundlich. Ganz im Gegenteil. Kann aber auch daran liegen, dass ich mich in Berlin schon bevor es zu einem Gespräch, egal wo, kommt, wahrscheinlich schon so offensichtlich darüber freue und guter Dinge bin, dass es nun auf gar keinen Fall "kölsch werden wird", dass mir scheinbar auch gar niemand unfreundlich kommen will. Wie man in den Wald hineinruft... In Köln bin ich ja, zugegeben, meist vorab schon so "genervt", und die wenigsten der Gespächspartner mit denen man so tagtäglich zu tun hat, verstehen dann meinen in dem Moment für mich überlebensnotwendigen Zynismus als wirklich humorvoll oder unterhaltend. Zu unflach. Der Kölner mag Witze ja eher... Aber da ist wieder ein anderes Thema...

Die Hamburger mag ich auch. Obwohl die mir ja schon manchmal ein bißchen ZU verschwiegen sind. Da geht der Berliner doch schon, wenn denn notwendig, ein bißchen mehr ab. Aber: Leben könnte ich da, glaube ich, auch.

So, und bevor ich mich hier noch weiter pauschalisierender Weise mit Ost-, West-, und Nordklischees überschlage, bedanke ich mich hiermit brav für deinen Kommentar und wünsche weiterhin einen wunderbaren Dienstag, wa?!

Dienstag, Juli 15, 2008  
Anonymous Anonym meinte...

haha... :)

darüber kann ich aber auch stundenlang verzälle! die kölner mögen mich ja schon nicht mehr weil überall auf der welt alles "besser" ist!

auf bald!

Dienstag, Juli 15, 2008  
Blogger a.k.a. Applebum meinte...

Hihi. Meine Lieblingsantwort auf sowas: "Isch hann Kölle im Hätze." Emotional. Ehrlich. Das mögen die. Wir doch auch. ;D

Dienstag, Juli 15, 2008  

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