Montag, Februar 19, 2007

Tänzer-Gen?!

Da bitte!

Tänzer verfügen einer Studie zufolge sehr viel häufiger als die übrige Bevölkerung über zwei bestimmte Genvarianten, die Extravertiertheit und Kreativität fördern.

Die Forscher verglichen die genetischen Profile der Tänzer und die Fragebogenergebnisse mit zwei Vergleichsgruppen: Die eine Gruppe bestand aus 91 Sportlern, bei denen eine ähnliche Körperbeherrschung und Konzentration vermutet wird wie bei Tänzern. Die andere Gruppe bestand aus 872 Menschen, die weder eine tänzerische noch eine sportliche Spezialbegabung besaßen.

Tänzer zeigen ein ganz charakteristisches genetisches und persönliches Profil, schließen die Forscher aus dem Vergleich der drei Gruppen. Insbesondere zwei Genvarianten, die die Baupläne für den sogenannten Serotonin (im Volksmund: "Glückshormon") - Transporter und einen Rezeptor für das Hormon Vasopressin (vergleichbar mit Adrenalin) enthalten, stehen mit der kreativen Ausdruckstärke von Tänzern in Verbindung, schreibt Ebsteins Team im Fachmagazin "PLoS Genetics".

Ebstein und Kollegen gehen davon aus, dass sich im Laufe der Menschheitsentwicklung diese künstlerische Veranlagung ins Erbgut eingeschrieben hat - schließlich spielt neben der Musik der Tanz in fast jeder Kultur eine zentrale Rolle, etwa in Ritualen, beim Ausdruck von Gefühlen und beim Knüpfen sozialer Kontakte.

Er hält das Ergebnis der Studie jedoch für kaum überraschend: Bei Untersuchungen mit Musikern und Athleten seien ähnliche genetische Merkmale gefunden worden. Bestimmte Eigenschaften des "Tänzer-Typs" seien stärker ausgeprägt als bei anderen Menschen: ein erhöhter Sinn für Kommunikation, ein Hang zum Symbolischen und Zeremoniellen und eine starke Spiritualität.

(...)

Jau, und was jetzt? Blutproben statt Vortanzen??

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