Donnerstag, August 23, 2007

Im Streik.

Alleine trainieren ist fast ein bisschen so... wie alleine Skateboard fahren. Kein Trainer. Keine Mitmacher. Kein Miteinander. Also, irgendwie ja schon l-a-n-g-w-e-i-l-i-g! Aber: WENN ich mich hin und wieder dazu entscheide alleine zu trainieren, und ja, das soll vorkommen, KANN ich mir eigentlich immer ein paar mit Verlaub ausnehmend wichtiger Dinge sehr sicher sein.

Zum Beispiel:


1. Schlamperei, gibt es nicht. Weniger ist mehr. Mach’ weniger. Aber das dann ordentlich. Mach’ es noch mal. Und noch mal. Und? Noch mal! Sauber? Sauberer? Abrufbar? Immer? Jederzeit? Dann steigern. Hou!


2. Übungen, sollten sich immer im besten Sinne für die Tänzer (und deren Körper) im Laufe des Trainings kontinuierlich aufeinander aufbauen. Schnickschnack und Spielereien sind super, besonders für den Kopf, macht Spaß, mag ich, aber bei einem nicht vorab sorgsam darauf vorbereiteten, s. h. dafür aufgewärmten Körper sind Vorgehensweisen dieser Art leider bedenklich rücksichtslos, und ja, auf Dauer ernsthaft körperlich schädlich. Kann sich das wer leisten? Ich nicht.


3. Music, is the key! Und zu einem klassischen Training gehört klassische Musik, ich bleibe dabei. Oldschool-Meinung? Von mir aus. Und hee, ich tanz’ auch im Grunde lieber (wobei das aber auch auf den Pianisten ankommt) zu so genannter, hrrhrrr, “Unterhaltungsmusik“, aber es ist nun mal unkomplizierter und für ein stumpfes klassisches Training bei weitem angebrachter sich nach nur einem Instrument zu richten - im besten Fall halt nach einem gut gespielten Klavier. Balletttraining ist konzentrierte(r) Aufbau/Instandhaltung/Feinschliff - aber, so schade ich selbst es ja auch manchmal finde, weder Disco noch Premierenfeier, weissu?

4. Raumrichtungen, ganz wichtiger Punkt. Noch wichtiger, dass jeder (!) weiß was Raumrichtungen sind, und wie man sie anwendet. That sucks!


5. Korrekturen, sind auch exorbitant wichtig. Allerdings nicht allgemein. 36 Körper. 36 Antworten. I’m sorry!


Und wie lange ich das jetzt durchziehe, also zu streiken, weiß ich noch nicht. Gerade fällt es mir jedenfalls AUSGESPROCHEN leicht.

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